Spandauer Forst
Der Spandauer Forst, gelegen im Norden des Berliner Bezirks Spandau, erstreckt sich über rund 1.340 Hektar und bietet eine beeindruckende Vielfalt an Natur mit dichten Wäldern, mystischen Moorlandschaften und einer reichen Tier- und Pflanzenwelt. Zahlreiche verzweigte Wege laden Wanderinnen und Wanderer dazu ein, den abwechslungsreichen Mischwald zu erkunden. Besonders bemerkenswert sind die Moore Teufelsbruch sowie Großer und Kleiner Rohrpfuhl, die als Naturschutzgebiete ausgewiesen sind und ein wichtiges Habitat für viele seltene Tier- und Pflanzenarten darstellen.
Ob für ausgedehnte Wanderungen, tierische Beobachtungen oder einfach nur zum Entspannen – der Spandauer Forst bietet vielfältige Möglichkeiten und ist ein wertvoller Schatz der Natur im Berliner Stadtgebiet.
Der Spandauer Forst zählt zu den EU-Vogelschutzgebieten und ist damit ein Paradies für Ornithologen und Naturfreunde. Ein Aussichtsturm in der Nähe der Spandauer Revierförsterei ermöglicht es, die Tiere des Geheges wie Wildschweine, Damwild, Rehwild, Rotwild und Muffelwild aus nächster Nähe zu beobachten. Rund um den Kuhlakenteich laden Holzbänke zur Rast ein, damit Besucher:innen die Ruhe und Schönheit der Natur genießen können.
An der nördlichen Grenze zu Brandenburg führt ein Stück des Berliner Mauerwegs durch den Spandauer Forst, was diesem Ort eine besondere historische Bedeutung verleiht. Auch die ehemalige West-Berliner Exklave Eiskeller befindet sich im nördlichen Teil des Forsts und erinnert an die bewegte Geschichte der Region.
Für eine erfrischende Pause bietet die Badestelle Bürgerablage an der Havel Gelegenheit zum Schwimmen, und im Jagdhaus Spandau können Besucher:innen ein Getränk genießen. Als eine der größten Waldgebiete Berlins ist der Spandauer Forst nicht nur ein Rückzugsort für Erholungssuchende, sondern beherbergt auch eine bedeutende Umweltbildungsstätte. Die Waldschule Spandau leistet einen wichtigen Beitrag zur Umweltbildung und ermöglicht es Besucher:innen, mehr über die Natur und den Wald zu erfahren.