Kampagnenschriftzug Natur Stadt Berlin

Lerne die Vielfalt der Umweltbildung in Berlin kennen

“Ick kieke ja, aber worum jeht’s?”

Berlin ist bekannt für Vielfalt. Jeder Bezirk sieht anders aus und das spiegelt sich auch in den Menschen wider. Doch Berlin hat noch viel mehr zu bieten: Sie ist eine der grünsten Städte der Welt, eine wahre Naturstadt!

Damit sie das auch bleibt, müssen viele Hände mit anpacken und dafür sorgen, dass die natürlichen Orte Berlins erhalten bleiben. Der Schlüssel dazu liegt in der Umweltbildung, die man an vielen Orten in Berlin erfahren kann.

Finde die schönsten Orte und Bildungsangebote in deinem Bezirk und lerne die Koordinierungsstellen für Umweltbildung kennen:

Antworten auf deine Fragen zur Umweltbildung in Berlin

Was ist eigentlich Natur-, Umwelt- und Klimabildung?

Umgangssprachlich steht “Umweltbildung” für Natur-, Umwelt- und Klimabildung und macht genau das, was auch im Namen steckt. Es bringt uns unsere Natur und Umwelt näher. Dabei sind zum einen die Tiere und Pflanzen in unserer Umgebung gemeint, zum anderen aber auch eine weltweite Betrachtung, wie unser Handeln und unsere Lebensweise unsere Mitwelt beeinflusst und andersrum.
Unter dem Begriff “Umweltbildung” wird ein Bildungsansatz verstanden, der die Eingriffe des Menschen in den Naturhaushalt und die daraus resultierenden Probleme aufgreift und einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen und der Umwelt vermittelt.
Im Laufe der Entwicklung der Umweltbildung hat es insbesondere in den 1970er Jahren unterschiedliche Strömungen gegeben, was anfänglich zu einer großen Begriffsvielfalt führte (z.B. Umwelterziehung, Umweltlernen, Ökologisches Lernen, Ökopädagogik, Naturpädagogik). Heute hat sich der Begriff Umweltbildung durchgesetzt und kann als Sammelbegriff für unterschiedliche umwelterzieherische Konzepte gelten. Die Vermittlung von komplexen ökologischen Zusammenhängen ist eine wesentliche Aufgabe der Umweltbildung. Dazu wird zur Identifizierung der „Störfaktoren“, die einen Einfluss auf Natur und Umwelt ausüben, das Denken in Zusammenhängen und das Erkennen von gesetzmäßigen Abläufen vorausgesetzt. Ebenso wichtig ist die Fähigkeit zur Reflexion, die das gesellschaftliche und eigene Handeln hinterfragt. Dazu gehört auch das Abschätzen und Bewerten des menschlichen Handelns und damit verbundenen Einflusses auf Natur- und Umwelt.
In vielen Ländern wird Umweltbildung durch den Begriff Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ersetzt. Bildung für Nachhaltige Entwicklung steht für eine Bildung, die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt. Sie ermöglicht jeder einzelnen Person, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen. Dabei stehen verschiedene Fragen im Vordergrund. Etwa: Wie beeinflussen meine Entscheidungen Menschen nachfolgender Generationen in meiner Kommune oder in anderen Erdteilen? Welche Auswirkungen hat es beispielsweise, wie ich konsumiere, welche Fortbewegungsmittel ich nutze oder welche und wie viel Energie ich verbrauche? Welche globalen Mechanismen führen zu Konflikten, Terror und Flucht? Oder was können wir gegen Armut tun? BNE soll es Menschen ermöglichen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle, nachhaltige Entscheidungen zu treffen.
Der wissenschaftliche Diskurs darüber, wie die beiden Bildungskonzepte zusammenhängen, ist aber noch in vollem Gange und nicht einmal im Ansatz abgeschlossen. Deshalb ist es nur logisch, wenn das Nachhaltigkeitsdreieck Ökonomie, Ökologie und Soziales erweitert wird. Die Erweiterung definiert den Begriff “Soziales” etwas genauer.

Grafik des Nachhaltigkeitssterns als Erweiterung des Nachhaltigkeitsdreieckes

Erweiterung des Nachhaltigkeitsdreieckes zu einem Nachhaltigkeitsstern
durch Dr. Becker, Uni Osnabrück.

Bildung, Kultur, Partizipation und Gerechtigkeit sind als gleichwertige Partner im Nachhaltigkeitsstern zu verstehen.

Warum brauchen wir Umweltbildung?

Besonders in der Stadt, zwischen bunt bemaltem Beton und Neonlichtern gerät die Natur um uns herum manchmal in Vergessenheit. Wenn wir tagein, tagaus durch die Stadt gehen, blenden wir häufig hunderte Tiere und Pflanzen aus, die in unserer Mitte ebenfalls ihr zu Hause haben und eine wichtige Rolle für unser Stadtklima haben. Umweltbildung ist eine Möglichkeit Nähe zu dieser uns umgebenden Stadtnatur zu entwickeln oder sie ganz neu entdecken zu können. Stadtnatur hat eine konkrete Auswirkung auf die Qualität unseres urbanen Lebensraums, sie verbessert die Luft, spendet Kühlung und Schatten im Sommer und trägt einen erheblichen Teil zum Kampf gegen die Folgen des Klimawandels (wie z.B. Hitzewellen) gerade in Großstädten bei. Sie bietet zudem einen wichtigen Ausgleich zum hektischen Stadtalltag und ist gut für die Gesundheit. Umweltbildung ist aber auch Gemeinschaft. Gemeinsames Gärtnern in Hochbeeten und das gemeinschaftliche Lernen darüber schweißt zusammen und schafft einen Gegenpol zur Anonymität der Großstadt.
Abgesehen von unseren persönlichen Lebensumständen erweitert Natur-, Umwelt- und Klimabildung auch global unseren Horizont. Wie wir und unsere Lebensweise die Natur, Menschen und das Klima in der Ferne beeinflussen, ist ebenso ein Kernthema der Umweltbildung, wie auch das Entdecken der Stadtnatur vor der eigenen Haustür. In den vergangenen Jahrzehnten ist immer deutlicher geworden, dass wir als Einzelne und als Gesellschaft durch unseren Einfluss auf das Leben und Überleben von Menschen, Tieren und Pflanzen auf dem ganzen Planeten eine Verantwortung haben. Wir müssen bewusst entscheiden, wie wir diesen Einfluss nutzen. Natur-, Umwelt- und Klimabildung schafft dieses Bewusstsein und ermöglicht uns besser entscheiden zu können, wie wir leben wollen.

Was ist mit Stadtnatur gemeint?

Natur ist nicht gleich Natur. Ein tiefer Wald unterscheidet sich stark von einer Kulturlandschaft, auf der von Horizont zu Horizont Nutzpflanzen angebaut werden oder Tiere auf grünen Weiden grasen. Beide Lebensräume ermöglichen vollkommen unterschiedlichen Tier- und Pflanzenarten ein Leben. So ist es auch bei der Natur in unseren Großstädten. Wir nehmen oft nicht war, wie viele Bäume nicht nur in den Parks von Berlin stehen, sondern auch am Straßenrand. Schnell übersehen wir, dass die wilde Brachfläche ein ganz besonderer Lebensraum für allerlei seltene Pflanzen und Tiere ist. Die Ritzen in Häuserwänden und die Dachgiebel unserer Wohnhäuser bieten Vögeln und Insekten eine Lebensstätte und Schutz. Auf unseren Balkonen tummeln sich Bienen und Hummeln. In der Stadt kommen, im Gegensatz zum Land, viele kleine aber extrem unterschiedliche Lebensräume zusammen, wie in einem kleinteiligen Mosaik. Dadurch finden sich in der Stadt oft besondere Arten, die es außerhalb der Stadt kaum noch gibt und auch die Artenvielfalt ist beeindruckend hoch. Wir nehmen selten wahr, wie besonders und vielfältig die Stadtnatur ist, sie lädt zum Staunen und Entdecken ein.

Warum hat Berlin ein Leitbild für Umweltbildung und was sagt es?

Das Leitbild für Umweltbildung heißt vollständig ausgeschrieben: Leitbild für ein grünes und nachhaltiges Berlin. Die Grundsätze und Ziele der Natur-, Umwelt- und Klimabildung führen zu einem bewussteren und nachhaltigeren Umgang mit unserer Natur und Umwelt und damit auch zu einem besseren Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Ebenso führt das Leitbild zu dem Bewusstsein, wie wichtig ausreichend vorhandene und qualitativ hochwertige Stadtnatur für die Gesundheit des Menschen und für die Herausforderungen des Klimawandels in der Stadt ist. Es gilt die wertvolle Stadtnatur besser zu schützen, zu erhalten und auszubauen.

Das Leitbild schafft eine Grundlage für die Menschen, die Grüne Lernorte schaffen und Umweltbildung anbieten, hilft ihre Werte und Inhalte in die Gesellschaft zu tragen und unterstützt die wertvolle kulturelle und gesellschaftliche Arbeit für eine gemeinsame lebenswerte Zukunft in der Stadt., Natur-, Umwelt- und Klimabildung wird durch das Leitbild für ein grünes und nachhaltiges Berlin fest in der Berliner Bildungslandschaft verankert. Berlin ist eine naturreiche und vielfältig strukturierte Stadt und soll es auch bleiben.

Was sind grüne Lernorte?

Einen grünen Lernort finden wir überall dort, wo Flora und Fauna sich in der Stadt niedergelassen haben. Erstaunlicherweise sind diese Orte nicht immer besonders reich an Pflanzen (z.B. Gartenarbeitsschulen oder Waldschulen). Auch karge, sandige Brachen, die oft leblos wirken, bieten besonders attraktiven Lebensraum für viele Wildinsekten und seltene heimische Pflanzenarten dieser Region. Doch nicht nur Flora und Fauna gehören zu den Themen der Umweltbildung und den Lernorten. Ein Repair-Café, ein Solar- oder Mobilitäts-Projekt oder eine Gemeinschaftsküche für nachhaltige Ernährung kann genauso ein grüner Lernort sein, wenn Nachhaltigkeit und andere Themen der Natur-, Umwelt- und Klimabildung im Vordergrund stehen. Ein paar Pflanzen schaden dem Ambiente aber nie.

Welche Aufgabe haben die Koordinierungsstellen für Umweltbildung?

Wir als Berliner Koordinierungsstellen möchten jedem Menschen in der Stadt einen positiven Moment im direkten Kontakt mit seiner/ihrer Stadtnatur und Umwelt schenken und so die lebenswichtige und positive wertschätzende Bindung zwischen Mensch, Natur und Umwelt stärken. Dafür vernetzen wir Koordinierungsstellen für Natur-, Umwelt- und Klimabildung Lehrende und Lernwillige. Wir beraten Menschen, die sich gerne mehr mit ihrer Stadtnatur auseinandersetzen möchten und vermitteln sie an diejenigen, die darin Experten sind. Man kann aber nicht nur von Experten lernen, sondern auch voneinander. Menschen, die gemeinsam ein grünes Projekt starten wollen, können bei uns auch Unterstützung und Beratung finden, egal ob es ein nachbarschaftlicher Gemeinschaftsgarten ist oder eine Schulklasse, die herausfinden will, ob sie auf ihrem Schulhof etwas anbauen kann.

Die Menschen in allen Bezirken Berlins sollen die Möglichkeit haben Natur-, Umwelt- und Klimabildung zu erfahren und Stadtnatur zu erleben. Deshalb unterstützen wir, gemäß dem Leitbild für ein grünes und nachhaltiges Berlin auch dem Ausbau der Umweltbildung in den Bezirken, organisieren Weiterbildungen und bauen Netzwerke auf. Wir arbeiten daran, dass dafür die grüne Infrastruktur nicht zu kurz kommt und Lebensräume für Tiere und Pflanzen erhalten und erweitert werden.
Im Wesentlichen können den Aufgaben der bezirklichen Koordinierungsstellen für Umweltbildung fünf Aufgabenschwerpunkten zugeordnet werden.

Grafik zu den fünf Aufgabenschwerpunkten der Umweltbildung

Für wen sind die Angebote nutzbar?

Die Angebote der Natur-, Klima- und Umweltbildung richten sich an alle Menschen jeden Alters. Egal ob Du einfach mehr Natur in Deinem Bezirk kennenlernen und erleben oder Dich für bestimmte Themen interessierst und gerne mehr darüber lernen möchtest, in Berlin finden wir ein passendes Angebot für Dich – für jeden. Umweltbildung ist sozial, inklusiv, antirassistisch, barrierefrei und antidiskriminierend.

Gibt es auch aufeinander aufbauende Angebote?

Viele Themen bauen aufeinander auf oder sind miteinander verbunden, jedoch ist ein Einstieg nahezu immer und überall möglich. Wichtig ist für sich herauszufinden, für welches Thema man sich interessiert und begeistern kann. Da alle Themen der Umweltbildung miteinander verwoben sind, ergibt sich der Einstieg in andere Themen ganz von selbst. Die meisten Angebote bieten sowohl Neulingen, als auch bereits aktiven Menschen mit Vorwissen und Erfahrung stets interessante Inhalte an und erfordern nahezu kein Vorwissen oder vorangehende Veranstaltungen. Es gibt auch spezielle Angebotsreihen, die aufeinander aufbauen und Angebote, bei denen Vorwissen hilfreich ist. Wenn ein Angebot Vorwissen erfordert, weisen die Akteur:innen darauf hin. Natur-, Umwelt- und Klimabildungsangebote sind fast alle sehr persönlich und nahe am Menschen. Es geht um die Gemeinschaft und die Akteur:innen der Umweltbildung versuchen jeden mitzunehmen, unabhängig vom jeweiligen Kenntnisstand

Was kostet das?

Die Beratung und Vermittlung durch die Koordinierungsstellen der Natur-, Umwelt- und Klimabildung ist kostenfrei. Umweltbildungsangebote sind überwiegend kostenfrei, einige können dennoch kostenpflichtig sein oder haben nur einen geringen Teilnehmerbeitrag. Bei Angeboten mit hohen Zeit- oder Materialaufwand, wie zum Beispiel eine ein- bis mehrwöchige Ferienbetreuung oder Kursen zu Handwerk kann es auch etwas mehr werden. Nahezu alle Akteure der Natur-, Umwelt- und Klimabildung agieren gemeinnützig oder sind Teil einer Non-Profit Organisation.

Ich bin auf der Suche nach etwas ganz Speziellem! Was muss ich tun?

Ruft unsere Kolleg:innen im gewünschten Bezirk an oder schreibt eine E-Mail. Nach Absprache könnt Ihr auch gerne vorbeikommen. Wir helfen Euch gerne in Eurem Bezirk oder in ganz Berlin genau das zu finden, was Ihr sucht.

Themen der Umweltbildung

Bild zeigt Kinder die Pflanzen erklärt bekommen

Wildnis

Was man in der Stadt oftmals am meisten vermisst, ist die ungezähmte Natur, die nicht vom Menschen geformt wird. Tatsächlich gibt es in Berlin einige Orte echter Wildnis, durch die man streifen kann und die einen mit allen Sinnen von der Stadt in die Wildnis tragen und in ihren Bann ziehen. So einen Ort findet ihr hier.

Stadtnatur

Ein Gänseblümchen zwischen grauen Asphaltplatten oder bunte Blumenmeere hoch über uns, auf den Dächern der Stadt. Stadtnatur bahnt sich auf unterschiedlichste Art und Weise ihren Weg und findet sich an vielfältigen Orten. Angefangen bei der Baumscheibe vor Deiner Haustür, über die großen Parks und Grünflächen, auf Friedhöfen, hin zu Klein-, Nachbarschafts- und Gemeinschaftsgärten, alten Brachen, zahlreichen Uferstrecken an der Spree und anderen Wasserbereichen, bis in die Hinterhöfe, auf Dächern und Balkone und Fensterbretter. Dank unserer Jahreszeiten kann die enorme Vielfalt regelmäßig neu entdeckt werden. So erblühen nahezu im Wochentakt neue Pflanzen in der Natur und bieten ein Wechselspiel an Farbe und Formen. Auch in der Tierwelt lässt sich über die Wochen und Monate der Kreislauf des Lebens beobachten, vom Bauen, Paaren, Nisten und Brüten, bis zur Entstehung neuen Lebens, emsigen Treibens und anschließendem Einzug des Herbst und Winters. Unsere Flora und Fauna hat vielzählige Strategien die kalte Jahreszeit zu überdauern. Nicht alles ist immer gleich zu erkennen und eine Entdeckungstour – auch auf bekannten Wegen – wird immer mit Überraschendem und Neuem belohnt. Die bunte Farbvielfalt unserer Stadtnatur könnt ihr unter anderem hier sehen.

Bild zeigt Frau bei der Gartenarbeit im Klunkergarten.
Bild zeigt Mann der Kinder in der Natur unterrichtet

Grüne Lernorte

Neben vielen grünen Orten und Lehrpfaden in der Stadtnatur, die uns einladen eigenständig unsere Natur zu erleben und mehr darüber zu erfahren, gibt es Grüne Lernorte, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, dem Menschen heimische Pflanzen und Tiere und viele weitere Themen gezielt näher zu bringen. Manchmal brauchen wir jemanden, der uns an die Hand nimmt und uns all, die versteckten und schönen Dinge um uns herum, zeigt. Groß und Klein können in grünen Lernorten die vielen Themen der Umweltbildung, die Natur und ihre Umwelt besser kennen lernen und finden stets eine erfahrene und kundige Person an ihrer Seite. Sie sind ideale Orte, um eigenes Wissen zu vertiefen und komplexere Zusammenhänge zu verstehen. Lasst euch hier ein paar Geheimnisse der Natur zeigen.

Mobilität

In Städten ist es oft hektisch und Menschen möchten gerne mobil sein und schnell von einem Ort zum nächsten. Zur Wahl steht eine Vielfalt an Fortbewegungsmitteln. Zu Fuß, auf dem Fahrrad oder E-Roller, mit dem Auto oder diversen öffentlichen Verkehrsmitteln. Doch was bedeutet eigentlich meine Wahl des Fortbewegungsmittels, also meine Mobilität für andere Menschen, meine Umwelt und die Natur? Wie sieht die Mobilität der Zukunft in der Großstadt aus? Solche Fragen werden hier oft gestellt und beantwortet.

Bild zeigt Kinder auf Dreirad und Ampel
Bild zeigt Reparatur eines Smartphones

Nachhaltigkeit, RepairCafés sowie Up- & Recycling

Der Wegwerfgesellschaft und damit ausuferndem Konsum mit all seinen negativen Folgen in der Müll- und Abfallwirtschaft wird der Kampf angesagt. Gebrauchtes, alte und defekte Gegenstände (teils noch aus Großmutters Zeiten), können repariert und wieder fit gemacht werden. So lässt sich das Müllaufkommen reduzieren, die Umwelt schonen, weil weniger produziert werden muss und hier und da auch der Geldbeutel schonen. Wie vielfältig die nachhaltigen Möglichkeiten des Reparierens, Up- & Recyclings sind und was alles zu neuem Leben wiedererweckt werden kann, zeigen z.B. Repair-Cafés in Euren Bezirken. Neben der Reparatur von Euren Geräten und Gegenständen, bieten sie hilfreiche und praktische Tipps, wie Ihr selbst clever mehr aus den Gegenständen Eures Lebens herausholen könnt und dabei positiv zum Umweltschutz und einem nachhaltigeren Leben beitragen könnt. Hier kannst Du als Bastler aktiv werden oder dein Lieblingsstück wieder fit machen lassen

Energie und Ressourcen

Windräder und Solarzellen als nachhaltige Art der Energiegewinnung sind nicht nur ein Thema für die weiten Felder auf dem Land. Auch in der Stadt haben wir tausende Quadratmeter ungenutzter Dachflächen, die beste Voraussetzungen für die Nutzung der Sonnenenergie und eine Begrünung bieten. Die trockenen und heißen Sommer machen uns in der Großstadt immer mehr zu schaffen und verstärken zunehmend das Problem der Wasserverfügbarkeit, da dringend benötigter Regen schnell auf heißen versiegelten Flächen des Straßenlandes und an Fassaden und heißen Dächern verdunstet, bevor das wertvolle Wasser das Erdreich erreicht der Umgang mit Ressourcenknappheit und nachhaltiger Energiegewinnung ist daher ein zentrales Thema der Umweltbildung. In jedem Fall lohnt für lokale nachhaltige Lösungen auch ein Blick vor die eigene Haustür. Auch, wenn es für euch nicht direkt vor der Haustür liegt, lohnt sich ein Abstecher hier hin.

Bild von der Ufa Fabrik
Bild vom Mikroskopieren eines Wasserflohs

Erwachsenenbildung

Bildung und Erfahren findet ein Leben lang statt und bereichert unser Leben im Alltag. Das kindliche Staunen, wenn die Kleinen etwas Neues lernen und große Augen bekommen, sind nicht unbedingt nur bei Kindern zu sehen. Man lernt nie aus und gerade als eingefleischter Städter gibt es in der Umweltbildung sehr viel zu Staunen und zu Lernen. Ins Staunen und Begeistern kommt ihr hier vor Ort.

Pflanzen

Pflanzen sind Nahrung für uns und viele andere Tiere, sie erfreuen uns aber auch mit ihren bunten Blüten, saftig grünen Blättern oder ihrem Duft. Dabei reicht die Vielfalt von seltenen heimischen Arten, über weit verbreitete, altbekannte Gewächse hin zu echten Exoten aus fernen Ländern, die uns einen Blick in die Welt erlauben. Die Welt der Pflanzen bietet unendliches Wissen über die unterschiedlichen Arten und deren Nutzen. Wissen über ihre Verwendung in unserer Ernährung, Medizin und Kosmetik, als auch über ihre Rolle als Futterquelle in der Landwirtschaft und für zahlreiche Wildtiere und Insekten. Wir können vieles lernen über die Art des Anbaus, die Pflege und Ernte. Auch die musischen Sinne können durch Pflanzen beflügelt werden, streift man durch ihre vielfältigen Gärten, Wälder und Wiesen. Sie inspirieren die menschliche Kreativität und haben so manche Dichter:in, Denker:in und Maler:in in ihren Bann gezogen. Für eine Blütenweltreise kommt Ihr am besten hier hin.

Bild zeigt Mädchen mit Pusteblume
Bild zeigt Frau beim Wasser trinken im Ökowerk

Wasser

Leben und Lebewesen – so auch der Mensch – bestehen zum Großteil aus Wasser. Wasser fällt vom Himmel, Wasser fließt tief unter unseren Füßen im Erdreich und durch die Mitte unserer Stadt. Wasser ist essentiell für das tägliche Leben von Pflanze, Tier und Mensch. Wasser ist heutzutage auch eine begrenzte Ressource und die Folgen des Klimawandels und damit Anstieg der Temperatur nagen zusätzlich an den Wasserreserven unseres Planeten. Gerade in der Stadt erschweren die vielen versiegelten Flächen den wichtigen Weg des Wassers in den Boden, um dort Flora und Fauna zu versorgen und auch die großen Reservoirs an Grundwasser für den Menschen zu füllen. Zudem leisten Wasserflächen wie Flüsse, Kanäle, Seen und Teiche und die zugehörigen Biotope gerade in der heißen Großstadt einen wichtigen Beitrag zur natürlichen Kühlung. Wir kennen alle die himmlische, leicht kühle Brise, wenn wir am Wasser im Schatten eines Baumes sitzen. Wie wichtig Wasser für den natürlichen Kreislauf des Planeten und damit jeden Lebens ist, wie wir Wasser nutzen und was wir speziell in der Stadt machen können, damit uns die wertvolle Ressource auch in Zukunft zur Verfügung steht, ist ein Kernthema unserer Zeit. Feucht und fröhlich geht es hier zu.

Gesunde Ernährung

Unsere Ernährung hat eine Wirkung auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit, aber auch eine Wirkung auf unsere Umwelt und die Ressourcen unseres Planeten. Was wir täglich verspeisen, ist so manches Mal schon um den ganzen Planeten gereist, hat Transportmittel und Treibstoff verbraucht und eine manipulierte Aufzucht erfahren, damit es schneller wächst oder länger hält. Oft sind damit auch gesundheitsschädliche Stoffe verbunden, die wir dann über die tägliche Mahlzeit in unsere Körper mit aufnehmen. Eine gesunde Ernährung versucht daher nicht nur herauszufinden, wie wir Lebensmittel auswählen, herstellen und verarbeiten können, damit sie möglichst schadstoffarm bleiben. Sie versucht auch die Umwelt und Natur zu schonen und unnötig lange Transportstrecken zu vermeiden. Sie zeigt uns Menschen auf, wie wir auch selbst gesunde Lebensmittel herstellen können, ganz lokal im eigenen Garten oder auf dem Balkon, uns selbst versorgen können und somit ein Stück unabhängiger werden von den globalen Lieferketten. Hier findest du biologisch und regional angebautes Gemüse und Obst.

Bild zeigt zwei Jungen beim Salat pflanzen.
Bild zeigt zwei Jungen beim Salat pflanzen.

Gemeinschaftliche Gartenarbeit

Gemeinsam die Hände in den Boden und die Köpfe zusammenstecken, Gelerntes umsetzen, eigene Erfahrungen sammeln und die Erfolge und Früchte der eigenen Arbeit ernten: So planen und betreiben hunderte Menschen in Berlin Gärten mitten in der Stadt. Hier können Menschen ihr eigenes Gemüse, Obst oder anderes anbauen und sich eine kleine Oase im Berliner Gewimmel schaffen. Der aktive Kontakt und Umgang mit der Natur und mit anderen Menschen in einer Gemeinschaft bietet eine positive Wirkung auf die persönliche Gesundheit und Ausgleich zum betonlastigen Alltag und bietet wichtigen sozialen Anschluss und Vernetzung in der Anonymität der Großstadt. Den Duft von Erde und das gute Gefühl nach getaner Arbeit könnt ihr hier erleben.

Tiere

Auch echtes Bauernhof-Feeling gibt es in einer Großstadt. Dabei gibt es allerlei zu sehen, von Thüringer Waldziegen, über Wasserbüffel bis zu Minischweinen können Groß und Klein viele Tiere besuchen, sie füttern, streicheln und vieles über sie erfahren. Hier habt ihr eine tierisch gute Zeit.

Bild zeigt Jungen der Ziege streichelt
Bild zeigt Vater und Tochter im Viktoriapark

Natur erfahren und erleben

Um an einem Wasserfall durch einen Fluss zu laufen und das kühle Nass an den Füßen zu spüren, muss man nicht weit fahren. Das Gefühl von Natur, von Sonnenlicht und sattem Gras auf der Haut, von frischer Luft, einer leicht duftenden Brise um die Nase, das Rauschen von Blättern und Nadeln im Wind und das emsige Summen und Zwitschern rings herum verbinden wir mit Natur. Auch in der Stadt finden sich zahlreiche kleine und große Oasen und Biotope und wir können uns von zarten Sonnenstrahlen, die durch ein dichtes Blätterdach fallen, kitzeln lassen. Die Berliner Stadtnatur hat viel zu bieten. Hier könnt ihr alle eure Sinne betören lassen.

Mitmachen

Viele Menschen sehnen sich danach, Gelerntes auch anzuwenden und aktiv etwas für eine nachhaltigere Lebensweise zu tun. Berlin bietet unzählige Möglichkeiten, sich aktiv für jedes Thema der Natur-, Umwelt- und Klimabildung zu engagieren, Gleichgesinnte zu treffen, Sinnstiftendes zu tun und so aktiv zu einer besseren Zukunft für alle beizutragen. Ob es dabei um große Müllsammel-Aktionen, aktiven Naturschutz in der Stadt, Re- & Upcycling von Konsumgütern, freiwillige Pflege von Stadtbäumen, aktive Beteiligung an Stadtentwicklungsthemen, die gemeinsame Aufzucht von zarten Pflänzchen oder aber die Verwaltung eines Dutzend Bienenstaaten geht, Berlin ist die Heimat vieler naturnaher und nachhaltiger Initiativen, Vereine und Organisationen, in denen man aktiv werden kann. Anpacken und mitmachen könnt ihr unter anderem hier.

Bild zeigt Bienenwabe mit Bienen

Finde die schönsten Orte und Angebote für Umweltbildung in deinem Bezirk:

Friedrichshain-Kreuzberg

Koordinierungsstelle Umweltbildung Friedrichshain-Kreuzberg

Foto von Sarah Nock

Deine Ansprechpartnerin:
Sarah Nock

E-Mail:
nock@bund-berlin.de

Telefon:
0151 65131972

Mitte

Koordinierungsstelle Umweltbildung Mitte

Die Koordinierungsstelle für Umweltbildung in Mitte wird erst in Zukunft eingerichtet. Komm gern später noch einmal vorbei. Bis dahin helfen dir die Ansprechpartner in den anderen Bezirken gern weiter.

Steglitz-Zehlendorf

Koordinierungsstelle Umweltbildung Steglitz-Zehlendorf

Foto von Karola Braun-Wanke

Deine Ansprechpartnerin:
Karola Braun-Wanke

E-Mail:
karola.braun-wanke@fu-berlin.de

Telefon:
0177 3513322

Foto von Judith Hübner

Deine Ansprechpartnerin:
Judith Hübner

E-Mail:
juhuebner@zedat.fu-berlin.de

Telefon:
0177 3513322

Lichtenberg

Koordinierungsstelle Umweltbildung Lichtenberg

Foto von Sandra Göttsche

Deine Ansprechpartnerin:
Sandra Göttsche

E-Mail:
s.goettsche@umweltbildung-lichtenberg.de

Telefon:
030 92901219

Foto von Jasmina Büttner

Deine Ansprechpartnerin:
Jasmina Büttner

E-Mail:
j.buettner@umweltbildung-lichtenberg.de

Telefon:
030 92901219

Charlottenburg-Wilmersdorf

Koordinierungsstelle Umweltbildung Charlottenburg-Wilmersdorf

Foto von Carsten Knobloch

Dein Ansprechpartner:
Carsten Knobloch

E-Mail:
koordinierungsstelle-cw@natur-umweltbildung.de

Telefon:
030 25469680

Spandau

Koordinierungsstelle Umweltbildung Spandau

Foto von Lucia Kühn

Deine Ansprechpartnerin:
Lucia Kühn

E-Mail:
koordinierungsstelle@naturschutzstation-hahneberg.de

Telefon:
030 26300787

Treptow-Köpenick

Koordinierungsstelle Umweltbildung Treptow-Köpenick

Foto von Joern Jaschke

Dein Ansprechpartner:
Jörn Jaschke

E-Mail:
umweltbildungszentrum@tjp-ev.de

Telefon:
030 84518802

Foto von Silke Sydow

Deine Ansprechpartnerin:
Silke Sydow

E-Mail:
umweltbildungszentrum@tjp-ev.de

Telefon:
030 84518802

Neukölln

Koordinierungsstelle Umweltbildung Neukölln

Deine Ansprechpartnerinnen:

Bild von Anja Fiedler

Anja Fiedler

Foto von Maike Majewski

Maike Majewski

E-Mail:
info@umweltbildung-neukoelln.de

Telefon:
0174 2493136

Tempelhof-Schöneberg

Koordinierungsstelle Umweltbildung Tempelhof-Schöneberg

Dein Ansprechpartner:
Rolf Peinert

E-Mail:
umweltbildung.T-S@posteo.de

Telefon:
0151 72102066

Reinickendorf

Koordinierungsstelle Umweltbildung Reinickendorf

Die Koordinierungsstelle für Umweltbildung in Reinickendorf wird erst in Zukunft eingerichtet. Komm gern später noch einmal vorbei. Bis dahin helfen dir die Ansprechpartner in den anderen Bezirken gern weiter.

Marzahn-Hellersdorf

Koordinierungsstelle Umweltbildung Marzahn-Hellersdorf

Foto von Tom Hennig

Dein Ansprechpartner:
Tom Hennig

E-Mail:
t.hennig@umweltbildung-m-h.de

Telefon:
01525 8747412

Pankow

Koordinierungsstelle Umweltbildung Pankow

Foto von Isabelle Deerberg

Deine Ansprechpartnerin:
Isabelle Deerberg

E-Mail:
ubk.pankow@agrar-boerse-ev.de

Telefon:
0176 10536019

Foto von Susan Brost

Deine Ansprechpartnerin:
Susan Brost

E-Mail:
ubk.pankow@agrar-boerse-ev.de

Telefon:
030 88497399

Informationen zur Kampagne für die Presse

Pressevertreter:innen können sich hier unser Pressekit zur Kampagne herunterladen.