Schlosspark Schönhausen
Schloss Schönhausen ist ein Barockschloss im Bezirk Pankow. Am Schlosspark der preußischen Königin, der sehr anspruchsvoll mit Wasserbassin, Irrgarten und einem Heckenlabyrinth ausgestattet war, lobte Friedrich der Große besonders die hohe Qualität der Obsternte. In Treibhäusern zog man schon zu jener Zeit exotische Früchte wie Ananas, Melonen und sogar Bananen.
Besonders reizvoll ist es, auf Spurensuche zu gehen, wenn man durch die Parkanlagen schreitet, die 200 Jahre lang eine Einheit bildeten. Im eingemauerten Schlossgarten ist die Fläche des barocken Parterres gut zu lokalisieren. Die ursprüngliche Ausdehnung ist durch zwei parallel verlaufende Alleen erkennbar, die seitlich des Gebäudes in den rückseitigen Garten hineinführen und aus der Zeit der Königin Elisabeth Christine von Preußen stammen. Um 1764 bestand das Parterre aus vier quadratischen Rasenfeldern, die von Kübelpflanzen umstellt waren. In der Mitte lag ein Rasenrondell. Gut nachvollziehbar ist diese Einteilung an den vier imposanten Platanen auf dem heutigen Rasen. Die zu einem Viereck angeordneten Bäume wurden bei einer leichten Umgestaltung des barocken Gartens, vermutlich ab 1774, angepflanzt.
Dem Garten wurde vor 1764 auch das Gehölz mit Eichen an der Panke angegliedert. Mehrere Alleen führten damals vom Schlossareal geradewegs zu dem waldartigen Gelände, das mit seinen alten Eichen außerhalb des eingemauerten Areals liegt. Eine doppelte Kastanienallee entlang der Ossietzkystraße entspricht einer dieser historischen Alleen.